Neues Mautsystem in Rumänien ab 1. Oktober 2026: Rovinieta nur noch für Pkw und Busse – Lkw zahlen pro Kilometer

Rumänien stellt sein Mautsystem grundlegend um: Mit 1. Oktober 2026 treten die Bestimmungen des Gesetzes Nr. 226/2023 in Kraft. Die bekannte Rovinieta gilt dann nur noch für leichte Fahrzeuge und Busse – für Lkw über 3,5 Tonnen kommt eine streckenabhängige Maut. Was Fahrer, Speditionen und Fuhrparks jetzt wissen müssen.

Rovinieta ab 1. Oktober 2026: nur noch für Pkw und Busse

Bis einschließlich 30. September 2026 gilt die Rovinieta (zeitbasierte Vignette) für alle Fahrzeugarten auf dem rumänischen Nationalstraßennetz. Ab 1. Oktober 2026 ist sie nur noch für folgende Kategorien erforderlich:

  • Pkw und Fahrzeuge mit einem höchstzulässigen Gesamtgewicht unter 3,5 Tonnen
  • Fahrzeuge zur Personenbeförderung, zum Beispiel Busse

Erhältlich ist die Rovinieta weiterhin an einem Großteil der Tankstellen in Rumänien (unter anderem an rund 77 Prozent der OMV-Petrom-Stationen, auch per ROUTEX-Karte), an Selbstbedienungsterminals sowie digital über die CarHome-App (Bezahlung per Bankkarte).

Neu für Lkw über 3,5 Tonnen: streckenabhängige Maut

Für Schwerfahrzeuge über 3,5 Tonnen gilt ab 1. Oktober 2026 ein streckenbezogenes Mautsystem – ähnlich wie die GO-Maut in Österreich oder das ungarische HU-GO-System. Die Mauthöhe berechnet sich aus:

  • der zurückgelegten Strecke
  • dem Straßentyp
  • dem Fahrzeuggewicht
  • der EURO-Emissionsklasse des Fahrzeugs

Die zuständige Straßenverwaltung CNAIR sieht folgende Zahlungswege vor: Kauf eines Routentickets über das offizielle Portal portal.etoll.ro (Bankkarte), Kauf über die TollRo-App oder automatische Routenerfassung über die TollRo-App mit Kartenzahlung. Der Ticketkauf an Tankstellen soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen, sobald die Behörden die Vertriebspartner autorisiert haben.

Was das für Transit und Fuhrparks bedeutet

Für Speditionen und Transportunternehmen mit Rumänien-Verkehr ist die Umstellung erheblich: Wer bisher mit der günstigen zeitbasierten Rovinieta kalkuliert hat, zahlt künftig pro Kilometer – und die EURO-Klasse des Fahrzeugs beeinflusst den Tarif direkt. Fuhrparkverantwortliche sollten jetzt:

  • die TollRo-App bzw. einen Zugang zu portal.etoll.ro für ihre Fahrzeuge einrichten,
  • Frachtkalkulationen für Rumänien-Routen auf Kilometerbasis umstellen,
  • prüfen, welche Emissionsklassen ihre eingesetzten Fahrzeuge haben – modernere Fahrzeuge fahren günstiger,
  • Fahrer rechtzeitig über die neuen Zahlungswege informieren, um Strafen zu vermeiden.

Die Erfahrung mit ähnlichen Umstellungen zeigt: Gerade in den ersten Wochen kommt es häufig zu Unsicherheiten bei der Bezahlung. Wer vorbereitet ist, spart Zeit an der Grenze und vermeidet Nachzahlungen.

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Stand: 30.09.2026. Quellen: Gesetz Nr. 226/2023 (Rumänien), CNAIR / portal.etoll.ro, OMV/ROUTEX-Kundeninformation

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