Euro-5-Diesel-Fahrverbot in Norditalien ab 1. Oktober 2026: Was jetzt wirklich gilt

Wer mit dem Fahrzeug über Österreich nach Italien fährt, muss ab Oktober 2026 neue Regeln beachten – aber anders, als monatelang angekündigt. Drei der vier betroffenen Regionen haben das Dieselverbot in letzter Minute gestoppt. Hier der aktuelle Überblick für Fahrer, Pendler und Fuhrparks.

Was ursprünglich geplant war

Ab dem 1. Oktober 2026 sollten in den norditalienischen Regionen Piemont, Lombardei, Emilia-Romagna und Venetien Fahrverbote für Dieselfahrzeuge der Abgasnorm Euro 5 gelten – betroffen wären Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern gewesen, darunter Turin, Mailand, Bologna und Verona. Hintergrund ist die anhaltende Feinstaubbelastung in der Po-Ebene, besonders im Winterhalbjahr.

Die Wende im September: Nur die Lombardei zieht durch

Lombardei – Verbot kommt: Ab 1. Oktober 2026 dürfen Euro-5-Diesel-Pkw an Werktagen zwischen 7:30 und 19:30 Uhr nicht mehr in die Stadtgebiete von Kommunen über 100.000 Einwohnern fahren – betroffen sind unter anderem Brescia, Monza und Bergamo. In Mailand gilt mit der „Area B“ ohnehin bereits eine der strengsten Umweltzonen Europas, die auch ältere Diesel-Nutzfahrzeuge erfasst.

Piemont – Verbot gekippt: Die Region hat Ende Juli einen Alternativplan beschlossen (HVO-Kraftstoffe im Nahverkehr, Radinfrastruktur, KI-gesteuerte Verkehrsflüsse), um die Emissionsziele ohne Fahrverbot zu erreichen.

Venetien – verschoben: Der Regionalrat hat am 15. September alternative Maßnahmen beschlossen; das Verbot ist formal auf den 1. Oktober 2027 verschoben.

Emilia-Romagna – ausgesetzt: Das Verbot wurde im September ausgesetzt; zeitweise Euro-5-Beschränkungen bleiben aber möglich.

Wichtig: Verstöße gegen italienische Umweltzonen-Regeln kosten ab 168 Euro und können bei Wiederholung bis zum Fahrverbot führen.

Was das für Transit und Fuhrparks bedeutet

Für Transport- und Logistikunternehmen aus Österreich, Polen, Rumänien oder Ungarn, deren Fahrzeuge über die Brennerroute oder die Südautobahn A2 (Grenzübergang Thörl-Maglern) nach Italien fahren, heißt das: Die reine Durchfahrt auf der Autobahn bleibt erlaubt – kritisch wird es bei Zustellungen in die betroffenen Stadtgebiete der Lombardei. Fuhrparkverantwortliche sollten jetzt prüfen, welche Fahrzeuge mit Euro-5-Norm noch in Städte wie Brescia, Monza oder Bergamo einfahren, und Touren gegebenenfalls umplanen oder neuere Fahrzeuge einsetzen.

Und: Die Entwicklung zeigt einmal mehr, wie schnell sich Umweltzonen-Regeln in Europa ändern – was gestern angekündigt war, gilt heute nur noch in einer von vier Regionen. Wer regelmäßig grenzüberschreitend unterwegs ist, braucht verlässliche, aktuelle Informationen.

Compliance für die ganze Route – aus einer Hand

Bei umwelt-plakette.at bekommen Sie die vorgeschriebenen Kennzeichnungen für Ihre Europa-Routen zentral: die österreichische Abgaskennzeichnungsplakette (AKKP) für Nutzfahrzeuge, die deutsche Feinstaubplakette, Angles-Morts-Aufkleber für Frankreich und den grünen L-Aufkleber für lärmarme Kfz. Online bestellt, persönlich betreut – auf Wunsch per Click & Collect direkt bei der Einreise nach Österreich, auch an unserem Standort Thörl-Maglern an der A2 Richtung Italien.

Stand: 30.09.2026. Quellen: ADAC, Regione Lombardia, Regione Veneto, Regione Piemonte, trans.info

Grįžti į tinklaraštį